Hexengruppe


Entstehung

Die Hexengruppe entstand aus Mitgliedern der damaligen A-Jugend des SV Niederschopfheim, kurz nach der Gründung des Niederschopfheimer Narrenvereins im Jahre 1966. Die Hexen unterstützen den Verein bei Saalveranstaltungen. In den Anfangsjahren waren Raimund Schäuble, Siegfried Isen und Willi Gnädig die führenden Köpfe der Gruppe.

 

Hexenkind "Luzerdin"

Zum 11jährigen Bestehen der Hexengruppe im Jahre 1977 sollte ein Hexenkind entstehen. Nach einigen Überlegungen wurde eine kleine Hexenpuppe geschaffen. Dem Hexenkind einen Namen gab Jakob Feißt, der zu Hans-Martin Sill in der Sonne des Öfteren sagte: "Du sisch us wie ä Luzerdin". Die Hexen erinnerten sich daran, und dann war klar, dass das Hexenkind "Luzerdin" heißen muß. Daraus entwickelte sich dann auch der Narrenruf der Hexen: "Li - La - Luzerdin".



S´Hexenhäs

Ein bunter Haufen verkleideter Hexenmänner zog am Anfang durch Niederschopfheim. Jeder zog das an was er gerade zu Hause fand. Man trat zwar als Gruppe auf, war aber nicht als solche zu erkennen. Darauf bedacht, keine Artgenossinnen zu kopieren, wurde bald in Eigenarbeit Röcke, Blusen und Schürzen genäht. Dazu kamen noch selbstgestrickte Hexensocken, eine alte Weiberunterhose, Sportschuhe und eine Plastiklarve. Mit der Umbenennung des Vereins in Späudizunft Hohberg e.V. und der Gründung der Späudigruppe im Jahre 1973 wurde das Hexenhäs gravierend geändert. Eine einheitliche Holzmaske, eine neue Kopfbedeckung und Strohschuhe wurden im Sinne der Brauchtumspflege beschaffen. Nun war das Hexenhäs komplett und wird in dieser Form bis heute getragen. Eine gelungene, schaurige-schöne Gestalt, die einerseits Furcht einflößt, andererseits aber auch ein verschmitztes Lächeln bereithält.


Hexenbräuche

Für Aufregung und Spaß sorgt das Stempeln junger Mädchen und Damen. Aber auch die Herren bleiben nicht verschont, wenn der Hexenstempel in Händen der weiblichen Hexen ist.

 

S´Hexenhiesli

Seit vielen Jahren begleitet das Hexenhiesli die Gruppe an der Niederschopfheimer Fasnet an den Umzügen. Das urige Gefährt, liebevoll dekoriert mit ausrangierten Tannenbäumen ist ein Hingucker für das Volk am Straßenrand. Zur Freude der Kinder fliegen Güzeli aus Tür und Fenstern. So alt das gute Stück auch ist, es ist der Stolz der Hexen.

 

Aktivitäten

Neben der Teilnahme an Umzügen, Hästrägertreffen und Saalveranstaltungen bereichert die Hexengruppe in vielfältiger Weise unsere Fasent in Niederschopfheim. Das bei Kindern beliebte "Zügli" wird von den Hexen aufgebaut, restauriert und auch gefahren. Auch gehört das Narrenbaum holen, zieren und Stellen am schmutzigen Donnerstag zu den Traditionen der Hexen. Bei so vielen Aktivitäten kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Ausflüge, Grillfeste, Weihnachtsfeier und Geburtstage sorgen nicht nur an Fasnet für Abwechslung und ein intaktes Gruppenleben.

 

 

 

Die Hexen-Gruppenleitung im Jubiläumsjahr v.l.n.r.:
Caroline Seidt, Klaus Mußler, Lisa Schäuble